Langsam bin ich etwas genervt. Denn unser ungebetener Hausgast, die Magen-Darm-Grippe, spielt gerne “Reise nach Jerusalem”. Nach meinem Mann und mir hat sie sich vor ein paar Tagen auf unseren Sohn gesetzt. Der Kleine hat es dafür besser ausgehalten als wir und sie schon fast ganz besiegt.

In letzter Sekunde hat sie es aber geschafft sich Verstärkung zu holen. Nun spielen eine Erkältung und ein fieser Weisheitszahn weiter. Momentan sitzen sie mit ihren spitzen Hintern auf meinem Kopf und hüpfen aufgeregt auf und ab.

Ich kann nur hoffen, dass die Erkältung nicht begriffen hat wie das Spiel funktioniert und meine Familie in Ruhe lässt, bis mein Immunsystem sie genauso elend zugrunde richtet, wie sie mich. Aber Sicherheiten gibt es nicht.

Die Rache am Weisheitszahn ist dagegen schon in Planung. Der darf sich nämlich nächsten Monat vor dem Zahnarzt fürchten.

Schreibfaul

Zum regelmässigen bloggen fehlt mir dagegen gerade die Lust. Deshalb werden die Artikel weiterhin nur sporadisch erscheinen und die “Vokabeln der Woche” setze ich mindestens eine weitere Woche aus.

Letzte Woche hatte ich ja gejammert, dass mich meine Weihnachtsgeschenke und Hobbys vom Schreiben abhalten.

Deshalb hatte ich meine verfügbare Freizeit bestimmt und muss jetzt die ganzen Tätigkeiten wie Schreiben, Keyboard spielen lernen, Lesen und Sprachen lernen darin unterkriegen.

Und über den ersten, gründlich gescheiterten Lösungsversuch, möchte ich Euch heute berichten. Aus Fehlern kann man bekanntlich besonders gut lernen.

Lösungsversuch 1: Nur Schwächlinge brauchen Schlaf

Vor einigen Wochen dachte ich noch ich könnte mir fast unbegrenzte Freizeit verschaffen, indem ich einfach später ins Bett fiel. Und so blieb ich regelmässig bis 5 Uhr früh wach, um überhaupt eine Chance zu haben einige meiner Vorhaben zu verwirklichen.

Da ich mich Nachts nicht aufs Schreiben konzentrieren kann, versuchte ich wenigstens alle neuen Artikel in meinem Feedreader anzuschauen. Dabei stieß ich auf immer mehr interessante Blogs und sammelte diese dann auch. Die Nächte wurden dadurch immer länger und anstrengender. Lesen und kommentieren machten dann auch keinen Spaß mehr.

Und tagsüber lief ich wie ein Zombie durch die Wohnung – mit eingesunkenen Schultern, schwankendem Gang und einer unverständlichen Art mich auszudrücken. Schon einfachste Fragen meines Mannes überforderten mich:

“Schatz, willst Du Tee?”
Hatte er mich gerade etwas gefragt? Ich bildete mir ein es ging um Getränke.
“Also willst Du?”
“Ok…”
“Welche Sorte”?
Immer diese komplizierten Fragen. Mein Kopf ruhte sich zum Nachdenken auf der Tischplatte, bis ich zu einer Antwort fähig war.
“Aehhhmm. Mir egal.”

Auch die Kinderbetreuung war tagsüber so anstrengend, dass ich Mittags neben dem Kind einschlief und dann gar keine brauchbare Freizeit mehr hatte.

Deshalb gehe ich in Zukunft lieber wieder um 1 oder 2 ins Bett. (Sobald die olympischen Winterspiele wieder rum sind). Das ist angenehmer, produktiver und spart Zeit.

Es war ja vorauszusehen

Eigentlich hätte ich es schon früher wissen müssen. Denn dass Schlaf wichtig ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Ich wollte es nur nicht wahrhaben.

So ein Selbstversuch gibt einem dann die Bestätigung das man eben auch zu den Schwachen gehört, die die langen Nächte nicht mehr durchstehen. ;-)

Wie lange bleibt Ihr denn abends immer auf? Seid Ihr stärker als ich oder braucht Ihr auch Euren Schlaf? Schreibt es mir bitte. :-)

Ich wünsche übrigens allen, die momentan auch krank sind eine gute Besserung.

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