In den vorigen Teilen der Aufräumen-Serie hatte ich Euch drei interessante Aufräum-Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt.

Die Methoden im ersten Teil, kann man als Alles-auf-einen-Haufen und Stück-für-Stück zusammenfassen. Im zweiten Teil ging es dagegen um ein Verfahren, das wie Domino funktioniert.

Alle Drei Vorgehensweisen gefallen mir gut, motivieren mich aber trotzdem nicht so richtig. Deshalb übernehme ich beim Aufräumen nur Teile und gehe nach meinem eigenen Gefühl dabei vor.

Meine neue Strategie besteht aus folgenden Regeln:

  1. Die Arbeit sollte sich immer unterbrechen lassen.
  2. Erst so Viel wie möglich wegschmeissen.
  3. Beim Schreibtisch anfangen und sich in kleinen Schritten weiter weg bewegen.
  4. Aktuellen Ort von Allem befreien was da nicht hin gehört und Gegenstände auf einem Haufen stapeln (bedeutet: in einen Karton stecken).
  5. Neuen Platz für Gegenstände im Karton überlegen.
  6. Gegenstände aus Karton wegsortieren.
  7. Falls der Platz an den man sortieren will belegt ist, dann falsch Abgelegtes in einen weiteren Karton stecken. (Das können nur wenige Gegenstände oder auch Alles sein).

Eigentlich bin ich mit dem wegschmeissen noch nicht fertig, und habe trotzdem schon mal den Schreibtisch aufgeräumt. Da dort nur einige Zettel waren, die mich gestört haben ist der Karton noch gar nicht zu Einsatz gekommen.

Deshalb habe ich aus den geplanten 3 Artikeln dieser Serie 4 gemacht und beschreibe Euch diesmal nur was ich bisher geschafft habe.

Im vierten Teil folgt der Bericht darüber, ob diese Aufräum-Methode so funktioniert, wie ich sie mir vorstelle.

Wegwerfen ist die Wurzel der Ordnung

Aufräumen ist ja schon eine Sisyphos-Arbeit, wenn ich nur die Sachen unterbringen will, die ich brauche. Alles was ich wegwerfe muss ich aber nicht mehr aufräumen. Deshalb befreie ich mich als Erstes von Altem und Unnötigem, das in Schränken und Regalen verstaubt.

Wäre Sisyphos nicht viel glücklicher gewesen, wenn er seinen Stein einfach weggeworfen hätte? Andererseits hätte er dann gar kein Ziel mehr gehabt und hätte sich vielleicht in der Unterwelt gelangweilt. Wer weiss…

Mein Mann liegt fast am Boden vor lachen, wenn er sich Michael McIntyres Stand Up vom “Man Drawer” anschaut, weil er selbst so ein Teil (oder Mehrere) besitzt. D.h. eine Schublade in der der prototypische “männliche Mann” alten Schrott hortet, als hänge sein Leben von Diskettenlaufwerken und kaputten Steckdosen ab.

Glücklicherweise hat mein Schatz in letzter Zeit schon eine ganze Menge entsorgt, weil er selbst merkt, dass das Leben dadurch einfacher wird. :-)

Falls Euer Englisch gut genug ist, solltet Ihr Euch McIntyre unbedingt mal anschauen:

Papier-Berge

Die letzten Tage habe ich versucht so viele Dinge wie möglich wegzuschmeissen. Darunter ist viel Papier, d.h. riesige Stapel, die offen in Regalen oder in Ordnern verstauben. Dabei hatte ich immer die Frage im Hinterkopf: Brauche ich das wirklich? Oder ist das nur da, weil ich es vielleicht irgendwann mal gebrauchen könnte? Will ich mich überhaupt noch einmal damit beschäftigen?

Will ich wirklich in nächster Zeit Architekturzeitschriften lesen, die mich zwar interessieren, aber nicht so viel wie die ungelesenen Bücher übers Schreiben, die auch im Regal verstauben?

Sind die Informationen von verschiedenen Zetteln, überhaupt noch aktuell? Werden sie in 30 Jahren immernoch aktuell sein, wenn ich dann Zeit haben werde sie mir anzuschauen?

Und will ich wirklich Mathematik-Hefte aus der Grundschule weiter aufheben?

Wenn ich wirklich ehrlich bin, dann hätte ich mir das Schleppen von dem Zeug beim letzen Umzug wirklich sparen können. Aber ich lerne gerne dazu.

Leider dauert es ziemlich lange die Papierberge durchzuschauen, besonders Handgeschriebenes, wodurch ich beim Aufräumen noch nicht viel weiter gekommen bin.

Auch viele kleine Plastik- oder Metallteile stören mich. Die liegen schon seit Jahren als Staubfänger herum, weil wir einfach nicht wissen wozu die gehören. Die Gegenstände von denen die Teile abgefallen sind funktionieren anscheinend auch ohne sie. Also weg damit! ;-)

Ordnungssystem für Schreibtisch-Zettel

Immerhin habe ich für die Papiere, dich ich weiterhin brauche endlich mal ein System zum Verstauen angelegt: Auf dem Schrank stand ein Kasten mit Hängeordnern, der sich dort unbenutzt langweilte.

Also habe ich die Zettel, die normalerweise auf dem Schreibtisch liegen, schön nach Kategorien in die Hängeregister eingeordnet. Darunter sind alte Zettel zum Vorschein gekommen, die in den Müll konnten und schon war aufgeräumt. So einfach geht das. :-)

Die Kategorien für die Hängeregister sind übrigens:

  • Blog aktuell (Meistens Mindmaps, Gliederungen oder erste handschriftliche Entwürfe des Artikels an dem ich gerade sitze.)
  • Blog geplant (Wieder Mindmaps, Gliederungen und Entwürfe, nur für Artikel, die ich für Später geplant habe.)
  • Sprachen (Begriffe in 7er Gruppen, die ich mir für die Vokabeln der Woche zusammenstelle)
  • Roman-Ideen (Mindmaps, Schnipsel aus Zeitungen, Listen)
  • Abtippen (Meistens Charakterbiographien und Plot-Ideen, die ich lieber digitalisiert aufbewahren möchte). Vielleicht finde ich auch eine günstige Diktiersoftware für den Mac.
  • Papier (Leere Blöcke oder Schmierzettel)

Das Schwierige wird wohl sein diese Ordnung beizubehalten und Neues gleich einzusortieren oder neue Kategorien dafür anzulegen. Darauf muss ich die nächsten Monate achten.

Mir ist es wichtig nur eine neue Angewohnheit gleichzeitig in Angriff zu nehmen. Da auch nur eine mehr eher dazu führt, dass ich bei Beiden scheitere.

Im vierten Teil werdet Ihr erfahren ob ich auch die anderen Punkte aus meinem Aufräum-Plan umsetzen konnte.

Was haltet Ihr von den Regeln? Und ist es Euch auch wichtig so viel wie möglich wegzuschmeissen? Oder haltet Ihr ewig an altem Kram fest, den Ihr dann in einem man-drawer verstaut?

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