Habt Ihr schon Eure Weihnachtseinkäufe erledigt?
Oder habt Ihr auch den Drang Alles vor Euch herzuschieben, bis es fast zu spät ist?
Bei uns endet das meist in hektischen Last-Minute-Einkäufen, Streit mit dem Ehemann und total überteuerten Verlegenheitsgeschenken. Dieses Jahr sollte sich aber etwas an unserer Geschenke-Beschaffungsstrategie ändern.
Überzeugungsarbeit
Überzeugen heißt in dem Zusammenhang: Mann annörgeln, bis er sich mit mir zusammen hinsetzt und alle Weihnachtsgeschenke für die Familie plant.
Dazu haben wir erstmal eine Liste mit den Familienmitgliedern angelegt. Bei manchen war es sofort klar was der- oder diejenige bekommt. Andere hatten Amazon-Wunschlisten und die, bei denen uns nichts eingefallen ist haben wir einfach angerufen und verhört gefragt. Wenn wir hätten basteln wollen, dann hätten wir spätestens Anfang November damit angefangen.
Schwierige Fälle: Menschen, die sich nichts wünschen
Jetzt mal ehrlich: Bekommen Eure “wunschlos glücklichen” Verwandten wirklich keine Geschenke von Euch? Meistens erhalten sie irgendwelche Verlegenheitsgeschenke wie Kerzen, Parfüms, Wein, Schlüsselanhänger, Socken, Krawatten und (ich bekenne mich Schuldig) Gutscheine oder (ganz schlimm) Bodylotion.
Kein Wunder, dass diese Leute nicht weiter beschenkt werden wollen.
Andererseits haben sie es vielleicht gar nicht anders verdient, weil sie sich weigern es den Schenkenden einfach zu machen und eine Liste zu erstellen.
Sollten wir uns jetzt einfach aufgeben und für diese Leute eine Kiste mit Duftkerzen bereitstellen, in die man jedes Jahr aufs neue hineingreift, bis alle 50 Kerzen verschenkt sind? Ok, das ist jetzt etwas übertrieben, aber manchmal kommen einem so Gedanken, wenn man wieder mal ein “Ich wünsche mir nichts.” hört…
Falls Ihr meint, dass die Überraschung verloren geht, wenn Ihr Euch gegenseitig Eure Wünsche verratet, dann habt keine Sorge: Schreibt einfach nur noch mehr drauf. Wenn ihr bei Artikel 100 angekommen seid, habt ihr bestimmt wieder vergessen was vorne steht
Geschenke für die Familie
Als nächstes haben wir eine separate Verschenke-Liste bei amazon.de angelegt. Dort haben wir die ganzen Geschenkideen eingetragen. Neben jedem Eintrag steht, für wen das Geschenk bestimmt ist.
Einige Tage später hatten wir alle Geschenkideen zusammen und hofften, dass wir niemanden vergessen haben. (Das wird sich aber erst an Weihnachten endgültig herausstellen…)
Die Geschenke, die wir tatsächlich bei Amazon kaufen wollen, werden wir heute noch bestellen. Den Rest werden wir die nächsten Tage bei verschiedenen anderen Händlern kaufen.
Sabotage-Mann
Gestern hat sich mein Mann die hübsche Kaffeemühle, die ich ihm schenken wollte, einfach selbst besorgt.
Seine Wunschliste enthält nur wenige Wünsche, die so teuer sind, dass wir erst länger darauf sparen müssen. Und er kann sich nicht entscheiden was er davon wirklich will. Immerhin hat er mir versprochen sich das zu überlegen und auch etwas Neues einzutragen.
Geschenkideen für die Zukunft generieren
Damit es in Zukunft einfacher wird an Geschenkideen zu kommen, haben wir jetzt zusätzlich eine weitere Liste im Organisationsprogramm Things angelegt, die alle Geburtstage aller Freunde und Familienangehörigen enthält.
Auf die Idee hat mich ein Artikel von Ali Hale bei Dumb Little Man gebracht. Sie schlägt vor für jede Person, die man beschenken will, eine eigene Datei anzulegen und in diese dann das ganze Jahr über Geschenkideen einzutragen.
Schreibt also sofort auf, wenn Euch auffällt, dass Eure Tante von einem bestimmten Autor schwärmt. Vielleicht erscheint bis zu ihrem Geburtstag ein neuer Roman.
Überrascht Euch Opa eines Tages mit Geschichten von seinem Guinessbuch-Eintrag? Weil er z.B. mal einen Monat am Stück Karussell gefahren ist? Schenkt ihm zu seinem Geburtstag ein Ticket für den nächsten Vergnügungspark.
Die Nichte erzählt dauernd von irgendeiner talentfreien Band? Vielleicht hat sie noch nicht alle CDs…
Schreibt Alles auf und (Extra-Tip von Ali Hale) kauft die Sachen sofort, falls ihr sie irgendwo im Angebot seht.^^
Things wird mich also rechtzeitig über Geburtstage informieren und einen ToDo-Listen-Eintrag anlegen, der dann hoffentlich die Geschenkideen enthält, die ich das Jahr über in den wiederkehrenden ToDo-Eintrag gepackt hatte.
Der nächste Termin ist diese Woche – mein kleiner Schatzi wird 2 Jahre alt. Und eigentlich sollte ich auch Geschenke kriegen. Ich habe die fiesen Schmerzen noch nicht vergessen!
Listen sind toll
Vergesst also nicht Listen anzulegen:
- Eure eigene Wunschliste
- Eine Weihnachtsgeschenkeliste für die Familienmitglieder
- Eine Liste mit Geschenkideen für die nächsten Geburtstage
Damit solltet Ihr Weihnachten und andere Geschenkanlässe sorgenfrei (zumindest wenn es um Geschenke geht) überstehen.
Was haltet Ihr von den Vorschlägen? Wann macht Ihr Eure Einkäufe? Glaubt Ihr ich sollte mir lieber selbst Geschenke ausdenken, statt meine Verwandten auszuquetschen? Schreibt Eure Gedanken in die Kommentare.
Tags: Aufgabenüberblick, Listen, Motivation, Organisation, Weihnachten, Zeitmanagement
Atom
Ich werde am Anfang Dezember damit anfangen, da ich dann wieder Geld habe… was ich alles kaufe.. ich hab noch keine Ahnung!
Hallo Chriz. Willkommen auf dem Blog
Dann kannst Du ja noch ein paar Tage Zeit um Ideen zu sammeln.
Viel Erfolg dabei.
Gerade wo ich das gelesen habe stelle ich fest, dass ich überhaupt gar keine Idee hab was ich verschenken könnte. Nicht mal wem alles. Und just in diesem Moment entfleucht mir ein gewaltiges OhOh. Gleich mal Liste machen mit den zwei Leuten die ich mag…
Da ich ja erfahren habe, dass ihr jetzt gerade Einkaufen seid, wünsche ich viel Erfolg dabei gehabt zu haben.
Praktisch ist es, wenn man ein Hobby hat, bei dem was rauskommt, was man irgendwie zu einem Geschenk verwursten kann. So habe ich den Tierbilderkalender wie im letzten Jahr auch diesmal wieder fertig, und den bekommen dann halt alle aus der Familie. Bis jetzt hat sich keiner getraut, das zu kritisieren, eher im Gegenteil.
Mit dem Schenken kriege ich regelmäßig die Krise, denn bei mir sind alle wunschlos glücklich, keiner will was haben und wenn man am Ende ohne was dasteht, sind die Gesichter lang; selbst wenn die anderen vorher ausdrücklich auf “keine Geschenke in diesem Jahr” hingewiesen waren, hält sich außer mir, kein Schw… dran. Das ist doch zum Mäusemelken. Bald trete ich in den Weihnachtsstreik
@Sascha: Wenn Du erstmal herausgefunden hast, wem Du etwas schenken willst, dann ist es leichter sich zu überlegen was die vielleicht haben wollen.
Deinen Sohn könntest Du ja einfach fragen. Den Kindern fällt sofort eine Menge ein…
@Jo: Danke, Kuchen und Knabberzeugs für die nächsten Tage ist besorgt. Jetzt müssen wir nur noch aufräumen. *seufz*
Das mit dem Hobby ist eine gute Idee. Ich wünschte ich hätte eine Bastelleidenschaft. – Da fällt mir ein: Der Adventskalender fürs Kind ist noch nicht fertig.
Hallo Tanja? Willkommen auf meinem Blog
Lol, ja das kann ich nachvollziehen. Da würde es mir nicht anders gehen. Deshalb weigere ich mich einfach so Regeln zu akzeptieren. Auch wenn das meine Mutter und Tante manchmal versuchen.
Sollen die unter sich ausmachen was sie wollen. Von uns gibt es Geschenke
(Wir kriegen ja auch immer welche von denen…)
Hallo! Bin mal über den Blogger-Adventskalender hier “hereingestolpert”
Ich bin eigentlich überglücklich, dass wir vor Jahren in der Familie das Wichteln eingeführt haben. So kann man sich auf einen zu beschenkenden konzentrieren und wirklich was schönes Aussuchen. Dadurch artet die Schenkerei bei uns auch nicht mehr in Stress aus. Die Kleinen kriegen trotzdem von jedem etwas geschenkt
Hallo Andersreisender. Willkommen auf meinem Blog
Da freue ich mich umso mehr, dass ich mich doch entschieden habe an dem Adventskalender teilzunehmen.
Wichteln habe ich noch nie ausprobiert. Das klingt aber nach einer guten Methode, um den Vorweihnachtsstress zu reduzieren. Danke für den Tip
Ich finde die Idee mit den Listen gut. Am liebsten ist es mir, wenn ich die Leute nicht Fragen muss was sie sich wünschen sondern selber auf gute Ideen komme. Am meisten mag ich die Geschenke, die ich über das Internet bestellen kann, denn ich hasse nichts mehr als in die gerammelt volle Stadt zu gehen und die Sachen dort zu kaufen.
Hallo Tina, Willkommen auf meinem Blog
Wenn man nur früh genug einkauft, ist es in der Stadt zwar nicht ganz so voll, trotzdem mag auch ich es lieber im Internet einzukaufen.
Die Sache mit den Geschenken wird wie jedes Jahr kniffelig. Zum Glück nicht bei allen, meine beiden Kids wissen schon seit Wochen, wenn nicht schon seit letztem Weihnachten was sie wollen. Wenn ich mir jedoch die Preise dafür anschaue wird mir ganz gruselig
Tja und dann gibt es noch die Spezies unter meinen Verwandten die auf keinen Fall etwas möchten, sich aber aber jedes Jahr über die Geschenke wie wild freuen. Ist wohl auch nur so eine Marotte von denen
Macht es aber nicht einfacher etwas wirklich passendes zu finden.
Wie auch immer, einen Teil der Geschenke haben wir zum Glück schon online geordert und ca. eine Woche vor Weihnachten, wie immer, geht es mit dem Shoppen im Gewühle los. Hat bisher (fast) immer stressfrei geklappt. Wird auch dieses Jahr gut gehen
Hallo Francis, Willkommen auf meinem Blog.
Stimmt, Weihnachten geht ganz schön ins Geld. Meiner Kleiner ist zum Glück noch zu jung, um sich an Weihnachten erinnern zu können. Also weiß er nicht, dass Geschenke auf ihn zukommen und konnte sich also noch nichts wünschen.^^
Ich will gar nicht wissen wie das wird, wenn er größer ist.
Viel Glück beim Einkaufen. (Das wirst Du sicher haben, wenn es sonst auch immer stressfrei klappt.)