In dem Artikel “Ist Multitasking Zeitverschwendung?” habe ich einige Aktivitäten erwähnt, die gut geeignet sind, um sie mit anderen Aktivitäten zu verbinden.
Da ich Euch noch weitere Beispiele versprochen hatte, folgt nun der erste Teil einer Artikelserie über Tätigkeiten, die Ihr (mehr oder weniger stressfrei) multitasken könnt. Angefangen mit Sport.
Sport empfinde ich meist als grausame Quälerei, vor der ich regelmäßig die Flucht ergreife. Falls ein schlechtes Gewissen versuchen sollte mich dabei aufzuhalten, wird dieses rücksichtslos umgerannt. (Leider zählt das nicht als echte Bewegung…).
Also muss ich Tricks anwenden um mich zu motivieren und mir selbst etwas Training unterzuschieben.
Seitdem versuche ich Sport zu treiben, während ich eigentlich mit angenehmeren oder wichtigeren Dingen beschäftigt bin. (Ich hoffe ja immer noch, dass ich die Anstrengung dann gar nicht bemerke. Das klappt leider nicht so ganz.)
Die 3 besten Gelegenheiten Sport mit in den Alltag einzubinden sind für mich:
- Wartezeiten
- Routinearbeiten
- Tätigkeiten, die Spaß machen
(Die Liste widme ich Matthias (Mac_BetH), wegen seinem Kommentar zur Reihenfolge der Listen-Elemente bei Online Cash.)
Die 5 besten Aktivitäten, um Sport mit Spaß zu verbinden
In den nächsten 2 Artikeln der Serie werde ich Vorschläge machen, wie man Routinearbeiten und Wartezeiten mit Sport kombinieren kann. Danach folgen Beispiele, wie man auch andere Tätigkeiten miteinander verbindet.
In diesem Artikel möchte ich Euch Aktivitäten vorstellen, die Spaß machen und so hoffentlich vom Sport ablenken. Nicht alles habe ich ausprobiert. Und seit ich blogge hat das mit der Bewegung stark nachgelassen. Aber das sollte sich ab jetzt wieder ändern.
5. Lesen
Zugegeben: Beim Lesen ist es schwer auch noch Sport zu treiben. Trotzdem sind mir da ein paar Möglichkeiten eingefallen:
Ein Heimtrainer ist eine gute Gelegenheit mich vom Sofa zu befreien, wenn ein Roman so spannend ist, dass ich es nicht schaffe ihn aus der Hand zu geben.
Um also den Rest des Tages nicht nur die Augäpfel zu bewegen schleppe ich mich mitsamt Buch auf das Gerät und lese einfach dort weiter, während ich auf mittlerer Stufe vor mich hin strample. Glücklicherweise lenkt so ein Roman etwas von den Schmerzen ab.
Das Buch lege ich einigermaßen bequem auf dem „Lenker“ ab. (Hörbücher sind natürlich noch komfortabler, aber auch sehr viel teurer).
Fachliteratur lasse ich dagegen lieber im Regal stehen da ich mich in der Situation nicht genug darauf konzentrieren kann.
4. Musik
Die meisten sportlichen Aktivitäten kann man besser aushalten, wenn man sich mit Musik ablenkt. Das ist keine neue Erkenntnis, und die ganzen Jogger mit iPods sind der hüpfende Beweis.
Manchmal habe ich aber gerade erst neue Musik gekauft und will sie sofort anhören ohne abgelenkt zu werden. Tanzen empfinde ich da als angenehm und nicht störend (wie die meisten anderen Sportarten).
Auch Kindermusik ist oft tanzbar und dadurch meist leichter zu ertragen. Und mit dem Kind auf dem Arm kann ich als Bonus Kreislauf- mit Gewichtstraining kombinieren
3. Fernsehen
Habt ihr auch ein schlechtes Gewissen, wenn Ihr den Fernseher anmacht?
Sport ist für mich DIE Gelegenheit das Fernsehen vor mir selbst zu rechtfertigen. Während ich meine Lieblingsserien schaue steige ich oft (nagut: manchmal ist schon vorgekommen) auf den Heimtrainer oder mache Übungen auf dem Boden.
Die WiiFit–Trainingsprogramme „Freier Step“ und „Freies Joggen“ können sehr schnell sehr langweilig werden. Daher ist Fernsehen für mich dringend notwendig um überhaupt dabei zu bleiben. Bei eingelegter Firefly-DVD gehen die Übungen dafür sehr schnell vorbei, ohne von der Serie abzulenken.
2. Freunde
Am einfachsten und unterhaltsamsten ist Sport wenn ich jemanden habe der mit mir leidet.
Aber viel zu selten treffe ich Freunde außerhalb der Wohnung. Dabei könnte man so viele Aktivitäten gemeinsam durchführen. Die Motivation steigt bei mir jedenfalls gewaltig, wenn mich jemand beim Sport überwacht.
Die Liste an möglichen gemeinsamen Aktivitäten ist lang:
- Fitnesscenter/ Fitnesskurse besuchen
- Sportverein besuchen
- Schwimmen
- Joggen
- Radtour
- Ruderboot fahren
- Spazieren
- Park besuchen (Federball, Fußball, Frisbee, …)
- Tanzen
- Klettern
- Ski fahren
- Schlittschuh laufen
- Gemeinsam einkaufen
- …
1. Familie
Das was ich mit Freunden unternehmen kann, kann ich meist auch mit meinem Mann, Kind oder Eltern machen. Das ist mit diesen sogar bequemer, da ich meine Familie häufiger sehe als meine Freunde.
Kinder kann man an sich schon als sportliche Herausforderung ansehen. Dauernd renne ich hinterher (oder lasse mich fangen). Bei zunehmenden Gewicht des Kindes wachsen meine Armmuskeln mit und auf dem Spielplatz werde ich gezwungen zu rutschen oder oder zu schaukeln. Auch Drachen steigen zu lassen, Schlittenfahrten oder Eltern-Kind-Kurse sind fast immer anstrengend.
Momentan hat mein Mann Urlaub. Anstatt weg zu fahren unternehmen wir viele Ausflüge (Schwimmbad + Sauna, Vergnügungspark, Spaziergänge). Diese machen nicht nur viel Spaß – sie trainieren auch schön den Kreislauf.
Wer einen Garten hat kann den gemeinsam pflegen und/oder einen Hindernisparcours aufbauen und die Familie regelmäßig drüberjagen.
Routine entwickeln
Hier noch ein grundsätzlicher Rat: Wer noch gar nicht fit ist sollte es anfangs ganz leicht angehen. Täglich 10 Minuten Training sind besser als einmal die Woche 2 Stunden zu trainieren.
Sobald Ihr eine Routine entwickelt habt könnt Ihr die Minuten steigern.
Damit würde ich allerdings etwas warten. Denn oft hatte ich mich schon eine Woche lang zu sehr verausgabt, so dass meine Motivation dadurch rapide nachgelassen hat. Das führte dann dazu, dass ich kurze Zeit später ganz aufgegeben habe.
Diese Erfahrung haben manche von Euch wahrscheinlich auch schon gemacht. Was sind denn Eure Tricks um dran zu bleiben?
Gehört Ihr zu den Leuten, die gerne Sport treiben? Oder müsst Ihr Euch auch mit Familie, Freunden, Fernsehen, Musik oder Lesen besonders motivieren?
Tags: Motivation, Multitasking, Spaß, Sport, Zeit sparen, Zeitmanagement
Atom
Sport und fehlende Motivation. Ich kenne das. Mir hilft es, wenn ich mir einen festen Plan mache. Ich mache zweimal die Woche Sport (zum Beispiel). Dafür nehme ich bestimmte Tage und bestimmte Zeiten. Die Tipps oben, wie ich etwas mit mehr Freude machen kann, finde ich sehr gut. Laufend mit Musik, Fahrradfahren vor dem Fernseher. Das funktioniert viel besser. Für mich ist noch wichtig, dass ich Ausgleichstage habe. Wenn es denn mal wirklich an diesem bestimmten Tag nicht funktioniert, muss ich (dass es eine Vorgabe von mir) erst am nächsten oder übernächsten Tag nachholen. Diese Ausgleichstage müssen von Anfang an im Plan mit eingearbeitet werden. Das hilft mir sehr, mein Ziel von zwei Tagen Sport die Woche auch zu schaffen.
Wolf
[Link entfernt]
Die Idee mit den Ausgleichstagen gefällt mir gut. Danke für die Anregung und Willkommen
hallo Lizzy,
wußte zuerst gar nicht was du meinst, aber als ich den Artikel bei Piet sah war alles klar!
Also bei mir sind in der Liste Punkt 4 Musik, wobei ich Musik mit Sport verbinde und Punkt 2 Freunde, die einzigen zwei Punkte, die für mich zutreffen!
Aber du hast recht, man kann unentlich viele Gelegenheiten nutzen für Sport.
Kleiner Hinweis, bei der Arbeit nutze ich immer die Treppen, anstatt den Aufzug.
Soll helfen, habe ich zumindestens gehört!
Gruß
Matthias
Hallo Matthias. Willkommen und Danke für die Anregung
Es ist so schön, wenn Leute aus meiner Blogroll vorbeischauen.^^
Treppen steigen ist auch eine gute Idee (ab und zu überwinde ich mich auch, wenn ich die Wahl habe…aber nicht oft genug
).
Ich merke gerade, dass ich vergessen habe in meinem Artikel zu schreiben, dass Freunde und Familie mich zu Sport zwingen müssen und nicht umgekehrt.
Aber ich habe mir vorgenommen ab jetzt öfter “Ja” zu gemeinsamen Aktivitäten zu sagen und auch selbst Vorschläge zu machen.
Jetzt fahren wir erstmal nach Frankfurt – Spazieren mit meinen Eltern
Na dann viel Spaß und ein bisschen schneller gehen (Ist auch Sport!)
Gruß
Matthias
Danke.
Ich werd’s versuchen.^^
Hallo, Lizzy,
das Problem, sich zu Sport zu motivieren, kenne ich nur zu gut. Schon als Kind saß ich lieber auf der Couch mit einem Buch, statt draußen zu schwitzen (Mann, der Weg zur Bücherei und zurück war schon anstrengend genug, auch noch mit den ganzen Büchern im Gepäck). Außerdem hatten wir auch schon in den 70ern einen Fernseher mit Fernbedienung…;-)
Aber vor ein paar Jahren musste ich dann doch mit Sport anfangen (ja, musste. Mein Rücken setzte mir die Pistole auf die Brust). Erst habe ich nur sehr wiederwillig Sport gemacht. Doch nachdem ich einigermaßen Routine – und vor allem die soziale Kontrolle durch meinen Freund, der ja wusste, dass ich ins Training gehen wollte und immer nachfragte – hatte, hielt ich irgendwann meine Trainingseinheiten von selbst ein (ich habe mir feste Trainingstermine gesetzt, sonst funktioniert das bei Sportmuffeln nicht).
Und inzwischen macht es mir sogar Spass Sport zu treiben und ich mache es freiwillig. Schließlich ist es auch nicht mehr anstrengend, da ich inzwischen recht fit bin.
Ich hoffe, das ermuntert auch dich dranzubleiben.
Viele Grüße, Nadja
Hallo Nadja. Auch für Dich ein Willkommen auf meinem Blog.
Bei der Beschreibung Deiner Kindheit musste ich lachen, da Meine ungefähr genauso aussah. Die meiste Zeit habe ich lesend im Bett oder vor dem Fernseher verbracht. Meine beste Freundin hat mich oft in der Bücherei finden können.
Mein Motivation für Sport ist hauptsächlich mein Kind. Der Kleine kann keine Mutter gebrauchen, die irgendwann vielleicht gar nicht mehr in der Lage ist irgendwas mit ihm zu unternehmen. Lieber vorbeugen.^^
Danke für die Ermunterung