Listen sind merkwürdig unterhaltend. Nicht nur diejenigen, die aus geheimen Wünschen bestehen oder mit “Top 10 der verrücktesten Promis” überschrieben sind. Auch ganz normale ToDo-Listen und Checklisten können mich erheitern. Denn es macht einfach Spaß einen Punkt abzuhaken und zu wissen, dass der so schnell nicht wiederkommt. Zusätzlich motivieren sie, indem sie Aufgaben überschaubar machen und Arbeit zielgerecht lenken.
Wenn eine Aufgabe vor mir auf dem Zettel steht sieht sie harmloser aus, als ich sie in meinem Kopf hatte. Was zuvor als Chaos-Monster in meinem Kopf rumgespukt hat, ist auf dem Papier nur ein überschaubarer Punkt unter vielen. Besonders, wenn ich die Aufgabe vorher in Teilschritte zerlegt hatte und mir nur einen Teil pro Tag vornehme.
Auf diese Schritte kann ich mich dank der Liste auch besser konzentrieren. Oft sitze ich am Rechner und suche nach einem bestimmten Thema : z.B. Pflanzenkrankheiten. Ein paar Klicks später schaue ich kurz auf mein Liste und weiß sofort, dass die aktuelle Webseite nicht das Geringste mit meinem Ziel zu tun hat. Ohne diese Hilfe hätte ich mich höchstwahrscheinlich frühestens 20 Minuten später daran erinnert, dass ich nicht nach Mangas suchen wollte.
Diese Erinnerungsfunktion erfüllt die Liste auch, wenn es darum geht einen Überblick über alle anstehenden Aufgaben zu bekommen. Vielleicht kennt Ihr das ja auch: Ihr habt gerade eine Aufgabe erledigt und habt noch etwas Zeit bis zum nächsten Termin. Jetzt könntet Ihr in der Zwischenzeit etwas Sinnvolles erledigen. Aber das einzige was Euch einfällt ist: Aufräumen. Nur wo anfangen? Die Zeit ist knapp, Ihr wisst nicht wie Ihr das anstellen sollt und so dringend ist es nun auch wieder nicht. Da macht man sich erstmal einen Kaffee und langweilt sich den Rest der Zeit in der Küche.
Seitdem ich aber Listen einsetze, verbringe ich weniger Zeit damit mich zu langweilen. Ich habe Überblick über die Tätigkeiten, die noch anstehen, und weiß sofort, was ich noch tun kann. Komplexe Tätigkeiten teile ich in einzelne Schritte auf, die dann leichter zu bewältigen sind. Zusätzlich notiere ich mir kleine Belohnungen hinter Aufgaben die ich besonders ungern tue:
- Aufgabe: Text schreiben,
- Belohnung: 1 Kapitel “Pride and Prejudice” lesen.
Dies alles verhindert (manchmal
), dass ich wichtige Aufgaben vor mir her schiebe.
Mit Listen schaffe ich mehr Aufgaben in kürzerer Zeit und kann mich dadurch länger mit meinem Sohn beschäftigen und mit anderen Menschen und Sachen, die mir Spaß machen.
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